Töffli Turnfahrt

Nach der legendären Turnfahrt vom letzten Jahr treffen wir uns auch dieses Jahr wieder zu unchristlichen Zeiten am Bahnhof Bülach. Wir sind schon mit Vorfreude erfüllt für die kommenden Tage, denn Anja hat sich bei der Planung wieder einmal richtig Mühe gegeben. Kurz bevor der Zug einfährt, ist auch der Berichtschreiber noch angekommen.

Mit dem Zug gehts nach Zürich und von dort aus weiter bis Solothurn. Neben uns reiste der Turnverein Schönbühel Wald, bei denen wir versuchten eine Unterkunft am Turnfest Appenzell zu organisieren. Sie haben uns ausgelacht, weil wir alkoholfreien anstatt alkoholhaltigen Weisswein trinken. In Solothurn angekommen war es Zeit unsere Fahrzeuge zu beziehen, denn in diesem Jahr nehmen wir den Namen Turnfahrt sehr ernst. Die meisten betrachten ihre tadellosen Töfflis, während die Nichtfahrer ihre E-Bikes abholten. Die Sprüche wurden auch langsam fauler. So meinte Dani, dass er am Abend auch gerne mit Alessio rummachen würde und wer verkuppelt werden sollte.

Als wir dann endlich als Gruppe vereint, waren gab es noch ein herrliches Gruppenfoto und dann ging es los über die Aare und auf den Buechiberg. Während die Fahrer mit einem Zweitakter zwischen den Beinen einen entspannten Vormittag hatten und sogar versuchten ein paar Kunststücke zu lernen, waren die E-Bike Fahrer am Schwitzen und Schnaufen. Es gab auch schon ein paar Unfälle, mit einem verrissenen Pullover und ein Pedal, das plötzlich abgefallen ist.

Zmittag gab es in einer Dorfbeiz in Bühren an der Aare. Bis auf unsere 2 Vegetarier hatten wir alle ein vorzügliches Schnipo.

Gut genährt und erholt machten wir uns auf den Weg zurück nach Solothurn, wo uns auffiel, dass wir alle fast am Vertrocknen sind. Eine Bar in der Innenstadt konnte dieser Notlage Hilfe leisten. Von dort aus war es nur noch ein kurzer Weg an den Bahnhof, wo der direkte Zug Richtung Biel schon auf uns wartete.

Im Hotel konnten es zwei von uns nicht lassen das Gepäck der ehemaligen Dameriege Mülligen, welche zufälligerweise im gleichen Hotel war, zu manipulieren.

Das gute Wetter, das wir bestellt haben, war zu dieser späteren Nachmittagsstunde zu viel des Guten, es war richtig heiss. Daher gingen im Bielersee baden, bevor uns die Pizzeria ein super Abendessen servierte.

Für den Abend stand Erkundung des Bieler Nachtlebens auf dem Plan, doch wir mussten schmerzhaft feststellen, dass dem nicht so war. Nach einer kompletten Runde entschieden wir uns dann für die einzige belebte Bar in der ganzen Stadt. Die meisten und vor allem die, die normalerweise von Biss sprechen, gingen um halb 12 schlafen, dass nur noch der Berichtschreiber übrigblieb, welcher sich kurzerhand entschieden dem STV Gontenschwil beizutreten. Was danach passierte, geschah unabhängig vom TV Bülach und bleibt somit ein Betriebsgeheimnis.

Am Sonntagmorgen war glücklicherweise eine humanere Zeit zum Aufstehen geplant. Doch beim Zmorgen schauten trotzdem einige drein, als hätten sie eine lange Nacht hinter sich.

Gut gesättigt kauften wir uns Proviant für den Tag und stiegen wieder einmal in einen Zug. Wir begaben uns zu einer Bootswerft an der Aare, wo zwei von uns einen kurzen Fahrkurs erhielten, für die zwei Grillboote. Es dauerte dann aber sicher nochmals zwanzig Minuten, bis wir endlich losfuhren. Also tuckerten wir mit den zwei Booten die Aare hinauf, für den Zmittag wählten wir ein schönes Plätzchen zum Ankern für den Zmittag. Doch wir mussten kurz später unter lautem Gehupe des Kursschiffes feststellen, dass dieser Ort vielleicht doch nicht ganz so gut war. Wir warfen darum den Anker nochmals auf der anderen Seite des Flusses ins Wasser. Während die Grillmeister ihr Gerät bereit machten, getrauten sich die Mutigsten ins Wasser. Es wurde jedoch recht anstrengend gegen die Strömung anzukämpfen. Es wurde so viel Essen auf den Grill gelegt, dass wir mehr als nur gesättigt waren. So fuhren wir zum Bootsverleih und wanderten zurück zum Bahnhof. Man war trotz dem vielen Nichtstun recht erschöpft.

Auf der Heimfahrt ging es dann richtig den Berg hinunter. Mit einer musikalischen Begrüssung durch den TV Elgg wurde das Ganze eingestimmt. Weiter ging es mit viel zu viel Bier und dem allzu bekannten Gesinge. Was im typischen Stil dieser Reise natürlich auch nicht fehlen durfte, war intensive Drangsalierung der Jungen über ihr Liebesleben.

Endlich in Bülach angekommen können wir alle nur nochmals herzlich danke sagen, dass sich Anja so viel Mühe gegeben hat, mit solch einer aussergewöhnlichen Turnfahrt.

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